Low Cost UKW-SDR

Genau nach Anleitung aus der CQDL 11/2012 habe ich mir einen Noxon-DAB-Stick bei eBay für 12 Euro ersteigert und die Treiber bzw. Software entsprechend eingerichtet. Auf Anhieb funktioniert alles wunderbar und entspricht meinen Erwartungen. Eine leichte Frequenzkorrektur (ca. 5 kHz) ist zwar nötig, stört aber nicht weiter, zumal das Spektrum ja mehr interessiert als das einzelne Signal.

Ich verwende für Kurzwelle aber auch für 2m SSB einen Kenwood TS-2000. Der besitzt zwar einen Sub-RX, der kann aber leider nur FM (und AM), ist also für die gleichzeitige Beobachtung der 144.300 MHz nicht geeignet. Ich möchte die Station aber auch nicht permanent mit dem Abhören der SSB-Anruf-QRG belegen, zumal dort oftmals leider gar nichts los ist. Andererseits möchte ich dort aber auch so wenig als möglich verpassen.

Genau hier kommt der DAB-Stick zum Einsatz. Stumm (damit ich bei CW nicht gestört werde, hi, natürlich kann man SSB aber auch mithören) beobachtet er das 2m-Band, speziell den CW- und SSB-Bereich. Erkenne ich ein Signal, schalte ich den Stick laut und wenn i. d. R. mache ich dann mit dem TS-2000 qsy auf 2m. Dies könnte man natürlich auch mit einem Zweitgerät machen, aber erstens kann ich hier (auch ohne NF) das Spektrum sehen (also nicht nur eine QRG) und zweitens lässt das optische Beobachten der Bakensignale (Stärke bzw. Farbe im Wasserfall) auch ganz schnell Rückschlüsse auf die Ausbreitungsbedingungen zu. Ausserdem kostet ein 2m SSB-TRX normalerweise deutlich mehr als 12 Euro, hi.

Skizze

In das Spektrum etwas hineingezoomt sind hier zwei Baken auf 2m erkennbar. Ganz deutlich ist sowohl eine Änderung des Peaks in der PAN-Anzeige als auch die Helligkeit der Signale im Wasserfall-Spektrum zu erkennen, wenn man die Antenne dreht. Maximal können 2 MHz dargestellt werden, in die man beliebig hineinzoomen kann. Eine Auflösung wie bei einem Flex darf man sich dabei natürlich nicht erwarten.

Skizze

Hier die Darstellung des kompletten 2m-Bands (=max. Bandbreite), ebenfalls wieder erkennbar die beiden Bakensignale von oben. Zusätzlich kann man hier kurze APRS-Bakenaussendungen auf 144.8 MHz erkennen (2 starke, ein schwaches) sowie ein S6-Signals (erster stärkerer Strich von rechts; S6, das aus den nicht leckenden TV-Kabeln kommt, vor denen die Kabelnetzbetreiber seit kurzem doch Angst haben, obwohl sie ja jahrzehntelang sagten, die Kabel sind dicht, hi). Leider erkennt man auch den ansonsten viel zu ruhigen Relaisbereich.

Lt. CQDL soll der DAB-Stick einen Empfangsbereich von ca. 67 - 1.700 MHz haben! Das sollte umfangreiche Beobachtungen auf den UKW-Bändern ermöglichen.