Mein Portabel-Koffer
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Da mir die Verkabelung von FT-817 und Zubehör immer zu viel Aufwand war und auch unheimlich viele Kabel in der Gegend herum gelegen sind, habe ich den FT-817 inzwischen in einen "Portabelkoffer" eingebaut.
Für vernünftigen Portabelbetrieb wird darauf verzichtet, Akkupacks in den Transceiver einzulegen. Ein externer 7,2 AH-Pb-Akku ist im Koffer eingebaut und gewährleistet stundenlangen Betrieb auf den Bändern. Die Trägerplatte ist paßgenau geschnitten, kann herausgenommen werden, ist aber derart fest eingepasst, dass sicherer Transport gewährleistet ist. Der FT-817 ist (schnell abnehmbar) auf einer Unterlage befestigt, die sich zum Betrieb anwinkeln lässt, so dass eine bequeme Bedienung des Gerätes möglich ist. Auf der Unterseite ist der Automatik-Tuner befestigt. Im betriebsbereitem Zustand lässt sich dieser ebenfalls bequem bedienen. Wird dieses Sandwich für den Transport eingeklappt, lässt sich die Platte verriegeln, so dass Transportschäden vermieden werden.
Der Front-Antennenanschluss des FT-817 ist nach aussen geführt und endet in einer BNC-Flanschbuchse, die im Deckel montiert wurde. Bei aufgeklapptem Deckel kann so für Relaisbetrieb oder lokalem Funkverkehr auf UKW die Gummiwurst senkrecht auf die Flanschbuchse gesteckt werden. Das elektrische Gegengewicht des Koffers wirkt sich dabei spürbar auf die Wirkung der Gummiwurst aus. Für die Kurzwellenantenne (hinterer Anschluß des FT-817 bzw. Tuner-Ausgang) wurde ebenfalls eine BNC-Flanschbuchse auf der Holzplatte befestigt.

Portabelkoffer

Auf der Unterseite der Holzplatte ist noch eine Tastenelektronik mit Speicher eingebaut. So übernimmt die Elektronik z. B. das CQ-Rufen. Die Geschwindigkeit lässt sich über Taster bequem ändern. Eine Tune-Funktion (10s Tastung, Unterbrechung durch Betätigung der Paddles möglich) ist ebenfalls integriert und über einen weiteren Taster aufrufbar. Der Speicherinhalt bleibt auch nach dem Trennen der Stromversorgung erhalten.
Was für CW die Speichertaste ist für SSB der Sprachspeicher. Hier habe ich die Sprachspeicherplatine vom FUNKAMATEUR in das Original-Mic eingebaut. So kann nicht nur auf Tastendruck automatisch in SSB CQ gerufen werden, auch das automatische Wiederholen der Aussendung sorgt dafür, dass der Portabeleinsatz nicht mit heiserer Stimme endet.
Für die Dämmerung oder dem Betrieb in der Dunkelheit ist eine eine schaltbare LED-Beleuchtung (LED-Zeile) eingebaut, die bei schlechten Lichtverhältnissen auch noch die Führung eines Papier-Logs und die sichere Bedienung des gesamten Equipments ermöglicht. Natürlich kann man den Akku per Schalter von den Verbrauchern trennen. Das Anschließen eines Ladegerätes oder auch einer externen 12-V-Versorgung erfolgt über 4mm-Buchsen.

Natürlich war der Koffer relativ schwer. Konnte man mit dem Auto zum /p-Standort fahren, war das ja kein Problem. Aber dann braucht man auch nicht unbedingt qrp zu machen. Den Koffer bei einer Radtour oder einer Wanderung mit zu nehmen war undenkbar! Deshalb habe ich ihn verkauft und mir den KX3 von Elecraft zugelegt.