Portabel-Masthalter

Ich habe mich lange damit beschäftigt, wie man einen Fiberglasmast auf freiem Feld am besten sicher befestigen kann, ohne auf spezielle Gegebenheiten angewiesen zu sein. Auch kann nicht immer (aber oft, hi) davon ausgegangen werden, dass man mit dem PKW an das Wunsch-QTH kommt. Auf einer hessischen Notfunkveranstaltung bin ich bei einem kommerziellen Ausstatter fündig geworden!

Eine Plexiglasplatte wird ein Loch gesägt. Der Durchmesser ist exakt so gewählt, dass die Platte oben auf dem untersten Mastelement aufliegt. Zusätzlich werden (bei einer dreieckigen Platte) oder vier (bei einer quadratischen Platte) Löcher in die Ecken gebohrt. An diesen Löchern werden die Halteschnüre angebracht, die am anderen Ende mit Zelthäringen am Boden befestigt werden. Die Schnüre müssen straff sein.

Es ist erstaunlich, wie fest selbst mein 12m-Mast (ohne weitere Abspannung!) mit dieser Halterung steht. Wind? kein Problem. Aufbau ohne Hilfe? Auch kein Problem. Die Schnüre nebst Häringen und der Platte passen bei mir in eine kleine (zweckentfremdete) Brotzeitdose und passen locker in den Funkrucksack. Einziger Nachteil: für jeden (unterschiedlichen) Mast benötigt man eine extra Platte

Trick: in die Platte kann eine Groundplane-Einspeisung integriert werden: einfach eine BNC-Flansch-Buchse montieren und zwei weitere Löcher bohren. In diese kommen dann Schrauben und Flügelmuttern, um Strahler und Radials zu befestigen. Die Abstände der beiden Schrauben zueinander werden so gewählt, dass für Multibandbetrieb auch eine Hühnerleiter als Speiseleitung angeschlossen werden kann.