ProAM-Mobilstrahler

Diese Antennen sind relativ günstig (ca. 25,- bis 30,- € pro Strahler), robust und leistungsfägig. Jeder Strahler besteht aus zwei Teilen, dem Unterteil (schwarz) mit eingearbeiteter Spule und dem Oberteil, dass sich zum Abstimmen nach dem Lösen zweier Imbus-Schrauben in der Länge verändern lässt. Grundsätzlich gilt, wie man hört, wird man gehört. Soll heissen, empfange ich eine 100-Watt-Station mit S5, erhalte ich auch S5, empfange ich eine 100-Watt-.Station mit S9, erhalte ich ebenfalls S9! Gemessen an dem geringen Aufbauaufwand ist das eine sehr gute Leistung! Im Vergleich zu meiner 2x12m Up & Outer erhalte ich (sende- und empfangsseitig) auf 10 und 12m die gleichen Rapporte, auf 17 und 20m max. eine S-Stufe weniger. Das kann sich sehen lassen! Klar, je langwelliger die Bänder, desto geringer der Wirkungsgrad der ca. 2,6 Meter langen Strahler. Auf 80m sollte man keine Wunder erwarten, jedoch bin ich auch hier sehr überrascht gewesen, was alles mit den kleinen Antennen geht. Auf 80 und 40m ist gegenüber der MP-1 aufgrund der in etwa doppelten Strahlerlänge ein Unterschied spürbar. Dafür lassen sich die Mobilstrahler nicht so klein zerlegen wie die MP-1. Aufgrund der Gemeinsamkeit des 3/8-Zoll-Gewindes passen die Pro-AM-Strahler ebenfalls auf das Dreibein der MP-1.

Dadurch dass die Antennen alle fertig abgestimmt sind und sich bei halbwegs vernünftigen Radials an den einmal gefundenen Resonanzstellen nichts mehr ändert, ist ein Bandwechsel sehr schnell möglich: einfach den einen Strahler ab- und den anderen aufschrauben. Das ist ok und innerhalb von 20 Sekunden erledigt.

Während von 20 bis 10m die Fahrzeugkarosserie als Gegengewicht genügt, sollte für die unteren Bänder mind. ein entsprechendes Radial ausgelegt werden. Ausserdem empfehle ich den Eisatz einer Mantelwellensperre. Nachdem die Radials ja auf dem Boden liegen, ist die Länge unkritisch. Nicht zu kurz und möglichst zwei bis drei, ist ok.
In den folgenden Bildern kann man erkennen, wie ich das Problem mit dem zusätzlichen Gegengewicht gelöst habe. Dieses wird bei Bedarf einfach angesteckt und nach dem Betrieb wieder abgezogen, was beides innerhalb von Sekunden passiert. Die Aufbauzeit mit Antenne beträgt ca. eine Minute, das ist also durchaus dafür geeignet, während der Wochenend-Einkaufsarie der XYL auf dem Supermarktparkplatz einige QSOs zu fahren, hi

Anfangs war ich über die Leistungsfähigkeit, auch auf den unteren Bändern, erstaunt (Zur Erinnerung: Länge aller Antennen 2,6 Meter!). Auch hier helfen zwei Bücher zu verstehen, warum so kurze Antennen doch erstaunlich gut funktionieren, sofern das Radialnetz einigermaßen passt (und der Standort natürlich ebenfalls, bei Mobilbetrieb ist das aber nicht schwer):

Gerd Janzen: Monopolantennen und Vertikalantennen und
Gerd Janzen: Kurze Antennen

Inzwischen nutze ich die Antennen auch Portabel, dazu werden sie auf einem Fotostativ oder dem PM-1-Dreibein aufgebaut. Von ersterer Version mehr auf der Seite über meinen Portabel-Antennenfuss.

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Band SWR-2-Bandbreite SWR-3-Bandbreite zusätzliche Radials nötig
80M kHz 40 kHz Ja
40M kHz 65 kHz Ja
20M kHz 160 kHz Nein
17M kHz 180 kHz Nein
15M kHz 210 kHz Nein
12M kHz 310 kHz Nein
10M kHz 550 kHz Nein

Tip:
Es ist wichtig, sich zu merken, welcher Edelstahlstrahler zu welchem Unterteil gehört. Da das bei gemeinsamer Lagerung ohne weiteres nicht möglich ist, verwende ich eine farbliche Kennzeichnung: Jedes "Unterteil" wird mit einem Isolierband mit einer bestimmten Farbe gekennzeichnet. Die zugehörige Edelstahlrute erhält dann ein kleines Fähnchen, ebenfalls mit Isolierband und der entsprechenden Farbe. So ist eine Verwechslung ausgeschlossen: