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Antenne ohne Loch und Magnetfuß

Die ideale Antenne für UKW (2m und 70cm) sieht für mich so aus:

  • Für beide Bänder gestockte Systeme, Mindesthöhe 1,5 Meter
  • Dickes Design (Stabilität)
  • Ordentliche Masse, also Loch ins Dach bohren
  • Montage in Fahrzeugmitte um Richtwirkung weitgehenst zu vermeinden
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    Viel entscheidender sind aber die Vorstellungen einer Mobilantenne, wie sie die XYL hat:

  • Es darf kein einziger Kratzer in den Lack kommen geschweige denn ein Loch gebohrt werden
  • Die Antenne muss sehr klein und total unauffällig sein
  • Die Antenne muss farblich zum Auto passen und darf nur ganz ganz wenig kosten
  • Sie muss problemlos und "rückstandfrei" entfernbar sein
  • Man muss ohne Probleme in die Garage kommen
  • Vor Brücken und Tiefgaragen braucht der Strahler nicht entfernen werden
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    Nun ist es natürlich keine Frage, welcher Argumentation ich als braver Ehemann gefolgt bin :-) Von Herbert, DL3NBY, der das gleiche Fahrzeug fährt, bekam ich den Tip, es doch mal mit einer Scheibenklebeantenne zu versuchen. Trotz Wärmeschutzverglasung funktioniert die Lösung bei ihm. Evtl. kommt das daher, dass unsere Autos an den beiden hintersten Seitenscheiben die Radioantenne (innen) aufgeklebt haben und für den Wärmeschutz ein HF-durchlässiges Material verwendet wird. Jedenfalls habe ich mir bei Wimo eine bestellt, und zwar das Modell, bei dem man drei getrennte Abstimm-Cs für die Kopplung sowie die Anpassung von 2m und 70cm hat. Wimo scheint in DL hierfür der einzige Lieferant/Hersteller zu sein. Nach dem Beseitigen eine Lötbrücke im Innenteil funktioniert die Antenne wirklich problemlos! Allerdings ist das Vergnügen nicht ganz billig, da man zusätzlich noch einen Duplexer benötigt (zwei getrennte Ableitungen) und auch noch eine Silikonkartusche aus dem Baumarkt braucht. Das mitgelieferte Päckchen Silikon am besten gleich entsorgen.
    Natürlich funktioniert die Antenne nicht so gut wie ein Mobilstrahler vergleichbarer Länge, der auf einem Fuss auf dem Autodach sitzt (mit gebohrtem Loch!). Ich kann mit dieser Kompromisslösung aber gut leben, alles lässt sich rückstandsfrei entfernen und im nächsten Fahrzeug wieder verwenden.


    Auch das Funkgerät an sich sollte halbwegs ansehbar eingebaut werden. Moderne Autos lassen es ja nicht zu, das "ganze" Funkgerät im Amateurenbrett einzubauen und je nach Zusatzausstattung im Auto hat man sogar mit einem abnehmbaren Mobilteil Probleme. Das modulare Konzept eines Kenwood TM-742 wurde leider von Kenwood wieder verworfen und von keinem anderen Hersteller übernommen und von Kenwood leider wieder aufgegeben, so genial es auch war (das Mobilteil konnte noch einmal in Display- und Bedieneinheit getrennt werden).
    Dass das eigentliche Gerät in den Kofferraum verbannt wird und nur die Kopfstation ins Cockpit durfte, war also klar. Nur wohin? Ich denke, ich habe eine ansprechende Lösung gefunden: Ich habe im Mitteltunnel ein großes Ablagefach mit zwei Getränkehaltern, die ich sowieso nicht benötige. Also ein entsprechend farblich angepasstes Holzbrettchen zurechtgesägt, zur besseren Ablesbarkeit eine kleine Unterlage mit draufgesetzt (das Bedienteil ist dann leicht schräg) und die Montageplatte aufgeschraubt. Das Verbindungskabel konnte sauber durch den Mitteltunnel nach vorne und von da unter dem Teppich in den Kofferraum verlegt werden.

    Wie mein Onkel immer zu sagen pflegt: wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch!







    Der schlimmste Nachteil der Klebeantenne war für mich, dass ich meine KW-Mobilstrahler nicht mehr auf dem Auto montieren kann. Das war ein schneller Weg, um unterwegs (im Stand) auf Kurzwelle qrv zu sein, ohne Portabelmast-Aufstellen, usw. Doch auch dafür habe ich eine Lösung gefunden, die sich sogar auch auf Wanderungen einsetzen lässt und ich Standmobil trotzdem auch auf UKW qrv sein kann: mein Portabel-Antennenfuss .


    NF-Versorgung im Innenraum

    Gerade bei D-Star (schlechte NF-Qulität durch Datenkompression) aber auch in FM bei verrauschten Signalen (Fading) ist die NF des Funklautsprechers nicht gerade optimal. Ich verwende einen kleinen Peiker-Lautsprecher, habe aber auch schon mit anderen Modellen ist die Verständlichkeit entweder nicht so prickelnd oder der Lautsprecher ist zu groß (für meinen Geschmack).

    In letzter Zeit werden allerdings sogenannte FM-Transmitter immer populärer, mit denen man im Auto das Signal z. B. eines MP3-Players auf das UKW-Rundfunkband modulieren (Kleinstleistung) und die Signalquelle so im Autoradio zu hören ist. Ich habe bei einem Elektronik-Markt um die Ecke einen solchen Transmitter mit AUX-Eingang für nicht einmal 25 Euro entdeckt, gekauft und gleich ausprobiert. Das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend! Einzig das Pfeifen der Lichtmaschine stört "Puristen" etwas, mich nicht, ich freue mich über den vergleichsweise guten "Sound", die hohe Verständlichkeit und das (auf Wunsch) laute Signal sowie die Möglichkeit, die Lautstärke über die Lenkradfernbedienung regeln zu können. Auch wird das Signal nun automatisch der Geschwindigkeit angepasst. Bei Verkehrsfunkdurchsagen schaltet das Radio auf Wunsch um. Gleichzeitiges Hören von Radiosendern, CD usw. ist nicht möglich. Allerdings lasse ich selten Funk und Radio laufen.

    FM-Transmitter im Kofferraum

    Und für alle Fälle (z. B. mitreisende Family) habe ich am Lautsprecheranschlusss des Funkgerätes einen Y-Adapter, der gleichzeitig den Peiker-Lautsprecher sowie den FM-Transmitter speist, so dass der kleine externe Lautsprecher für derartige Einsätze halt wieder die NF-Wiedergabe übernimmt.

    KFZ-Y-Aapter