Digitalfunk

2009 hat der Digitalfunk bei mir Einzug erhalten. Damals war ich mit einem ICOM IC E92 und GPS-Mic für unverschämt viel Geld dabei, die Digitalwelt zu erobern. Der Digital-Virus hat bei mir voll eingeschlagen. Ich habe die VOrteile des Digitalfunks schätzen gelernt. Kein Rauschen mehr bei schwachen Feldstärken. Callsign-Routing, bei dem man, im Gegensatz zu Echolink, nun nicht mehr wissen musste, wo sich die Gegenstation aufhält. Man gibt ein Zielrufzeichen ein und das System routet automatisch zu dem Relais, an dem das Rufzeichen zuletzt qrv war.

Anfangs war nur das D-Star-Relais auf der Wasserkuppe für mich erreichbar. Trotz angeschlossener Dachantenne klappte die Verbindung nur mit 5 Watt Sendeleistung. Doch während der ausgedehnten QSOs wurde das Handfunkgerät wärmer und wärmer, bis die Sendeleistung automatisch reduziert wurde und dadurch QSOs jäh unterbrochen wurden. Da die Icom-Handfunke aber wasserdicht ist, stellte ich sie kurzerhand in eine kleine Wasserschüssel und gab zur Kühlung des Wassers von Zeit zu Zeit Eiswürfel dazu. Nun gelangen auch stundenlange QSOs, hi.

Seit damals hat sich viel getan. Es kamen weitere Transceiver dazu (zwei Icom IC-E2820, ID-E31, Kenwood TH-D74). Später erhielt ein weiterer Digitalfunkstandart Einzug in mein Shack: DMR. Anfangs mit einem Einsteigergerät von Tytera, später hochwertigere Technik, das Hytera 685. DMR bietet deutlich weniger Bedienkomfort aber zugegebenermaßen die bessere Übertragungsqualität. Auch in grenzwertigen Situationen laufen DMR-Verbindungen deutlich stabiler als in D-Star. Trotzdem halte ich D-Star für DIE digitale Amateurfunktechnik und ist für mich auf UKW die bevorzugte Betriebsart (Ausnahme: SSB).

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